Buchungsplan · Stand 30. September 2026

Mehr Fahrten für SEBO MOBIL

Eine Analyse des Online-Auftritts und ein konkreter Plan, wie der Rollstuhl-Fahrdienst aus Moorrege schnell zu Buchungen kommt – zuerst für den Oktober, dann dauerhaft.

Das Wichtigste in Kürze

Das Angebot ist gut, es wird nur kaum gefunden. SEBO MOBIL hat eine sympathische Geschichte, ein passendes Fahrzeug und eine liebevoll recherchierte Ausflugsseite. Wer aber „sebo mobil“ googelt, landet fast nur beim Staubsaugerhersteller SEBO. Bewertungen, Social-Media-Profile oder Presseberichte haben wir nicht gefunden.
1

Die Bucher sind oft nicht die Fahrgäste

Fahrten organisieren häufig Angehörige, Pflegedienste, Heime, Klinik-Sozialdienste und Hospize. Diese Stellen persönlich anzusprechen bringt am schnellsten Aufträge.

2

Sichtbar werden, wo gesucht wird

Google-Unternehmensprofil mit Fotos und ersten Bewertungen, Einträge bei Pflegestützpunkt und Kreis, Lokalpresse. Das kostet wenig und wirkt innerhalb von Tagen bis Wochen.

3

Die Hemmschwelle senken

Preisbeispiele zeigen, das Formular verkürzen, fertige Oktober-Ausflüge mit Festpreis anbieten. Wer weiß, was es kostet, bucht eher.

Ausgangslage: Was wir gefunden haben

Das Angebot

  • SEBO MOBIL GmbH, Klinkerstraße 59, 25436 Moorrege. Rollstuhl-Fahrdienst im gesamten Kreis Pinneberg (u. a. Uetersen, Tornesch, Pinneberg, Elmshorn, Wedel, Quickborn, Schenefeld), längere Fahrten auch nach Hamburg.
  • Fahrgäste bleiben im eigenen Rollstuhl sitzen, gefahren wird mit einem umgebauten VW Crafter.
  • Anlässe: Arzt, Therapie, Einkauf, Familienfeier, Kino, Ausflüge, dazu Herzenswunsch-Fahrten für Menschen im Hospiz.
  • Kontakt per Formular, Telefon (04122 5022382), WhatsApp und E-Mail. Laut Website meldet sich SEBO MOBIL meist innerhalb von 24 Stunden mit einem persönlichen Angebot, das 24 Stunden gilt.
  • Aktuelle Aktionen: Kennenlern-Gutschein KENNENLERNEN10 (10 % auf die erste Fahrt, gültig bis 31.12.2026), Geschenkgutscheine per E-Mail, Infostand am 11. Oktober 2026, 13–18 Uhr beim verkaufsoffenen Sonntag in Wedel (Welau Arcaden).
Stärken
  • Glaubwürdigkeit: Sebastian „Sebo“ Crantz ist selbst Rollstuhlfahrer, in Moorrege verwurzelt, lange bei der Feuerwehr, jetzt im Förderverein und im DRK-Ortsverein. Diese Geschichte hat kein Mitbewerber.
  • Ausflugstipps-Seite: sehr sorgfältig, mit geprüften Angaben zu Rampen, WCs, Parkplätzen und Begleitpersonen. Tipps mit ungeklärtem Rollstuhlzugang werden erst nach Bestätigung veröffentlicht.
  • Guter Seitentitel für Google („Rollstuhl-Fahrdienst im Kreis Pinneberg“).
  • WhatsApp als Kontaktweg, Kostenträger-Auswahl im Formular, Gutscheine, Infostand – vieles ist schon angelegt.
Bremsen
  • Kaum auffindbar: Der Markenname kollidiert mit dem Staubsaugerhersteller SEBO. Keine Online-Bewertungen, keine Social-Media-Präsenz, keine Presse gefunden.
  • Keine Preise: Niemand weiß vorab, ob eine Fahrt 30 oder 150 € kostet. Viele fragen dann gar nicht erst an.
  • Umständlicher Weg: Formular mit vielen Pflichtfeldern, dann bis zu 24 Stunden Wartezeit, dann nur 24 Stunden Zeit zum Zusagen. Für Angehörige, die mit Pflegekräften absprechen müssen, ist das knapp.
  • Einrichtungen werden nicht angesprochen: Keine eigene Seite für Pflegedienste, Heime, Kliniken.
  • Bildsprache: Überwiegend Stockfotos. Echte Bilder von Sebo und dem Crafter mit Rampe würden viel Vertrauen schaffen.
  • Die Ausflugsseite ist mit ca. 35 Minuten Lesezeit sehr lang und endet ohne konkretes Angebot.
Warum der Oktober leer ist, ist gut erklärbar: Ausflugsfahrten gehen im Herbst zurück, und ein junger Betrieb ohne Bewertungen wird bei spontanen Suchen übersehen. Den stabilen Grundumsatz bringen in dieser Branche meist wiederkehrende Fahrten (Therapie, Dialyse, Tagespflege, Werkstatt) und feste Partner. Genau dort setzt der Plan an.

Sofort-Plan für den Oktober

Reihenfolge nach Wirkung. Die ersten drei Punkte sind die wichtigsten und lassen sich in dieser Woche erledigen.

Woche 1 · höchste Wirkung

1. Einrichtungen anrufen und besuchen

Das bringt am schnellsten die ersten Aufträge. Ziel: 25 Kontakte in 10 Tagen, am besten mit Flyer und Visitenkarte persönlich vorbeischauen.

  • Ambulante Pflegedienste und Tagespflegen im Kreis Pinneberg – sie wissen, wer eine Fahrt braucht.
  • Pflegeheime und Einrichtungen fürs betreute Wohnen – Arzttermine, Familienfeiern, Ausflüge der Bewohner.
  • Sozialdienste der Kliniken in Pinneberg und Elmshorn – Heimfahrten nach der Entlassung.
  • Dialyse- und Therapiepraxen (Physio, Ergo, Reha) – regelmäßige Fahrten, planbarer Umsatz.
  • Hospize und Palliativdienste – das Herzenswunsch-Angebot passt genau.
  • Pflegestützpunkt im Kreis Pinneberg (Heinrich-Christiansen-Str. 45, Pinneberg, Tel. 04101 55 54 64) und der Fachdienst Hilfen für Menschen mit Behinderung des Kreises in Elmshorn (Tel. 04121-4502-3361) – bitten, SEBO MOBIL in ihre Anbieterlisten aufzunehmen.
  • Lebenshilfe im Kreis Pinneberg mit Werkstätten und Tagesförderstätte sowie die Behindertenbeiräte der Städte (z. B. Pinneberg).

Tipp: Den Einrichtungen einen einfachen „Partner-Vorteil“ anbieten, etwa feste Ansprechperson, Rückmeldung am selben Tag und Sammelrechnung zum Monatsende.

Woche 1

2. Google-Unternehmensprofil anlegen oder vervollständigen

  • Kategorie z. B. „Fahrdienst für Menschen mit Behinderung“ bzw. „Krankentransport“ wählen, Einzugsgebiet mit allen Orten eintragen.
  • Mindestens 10 echte Fotos: Crafter von außen, Rampe/Lift in Aktion, Innenraum mit Rollstuhlplatz, Sebo selbst.
  • Telefon, WhatsApp, Website und Zeiten eintragen. Beiträge für die Oktober-Ausflüge posten.
  • Erste 5–10 Bewertungen von allen, die schon mitgefahren sind oder Sebo beruflich kennen (Fahrgäste, Angehörige, Einrichtungen). Bewertungslink per WhatsApp schicken, Vorlage unten.

Bewertungen entscheiden bei Fahrdiensten stark mit, weil Angehörige Vertrauen brauchen, bevor sie jemanden mit ihren Eltern fahren lassen.

Woche 1–2

3. Drei fertige Oktober-Ausflüge mit Festpreis

Die eigene Ausflugsliste ist ein Schatz. Daraus werden buchbare Pakete, damit niemand erst eine Anfrage stellen muss.

AusflugTerminWarum er passt
Herbstfest mit Illumination, Arboretum Ellerhoop23.–25.10.Hauptwege rollstuhlgeeignet, WCs auch abends offen, Begleitperson mit Merkzeichen B frei
Royal Ballet „Manon“ live, Burg Kino Uetersen27.10., 20:15 UhrAbendtermin, ohne Fahrdienst für viele kaum machbar. Barrierefreier Saal, Freikarte für Begleitung
Mittelaltermarkt Wedel + Infostand SEBO MOBIL10./11.10.Direkt mit dem eigenen Stand verbinden, Probefahrten möglich
Rollstuhl-Abend im Miniatur Wunderland, Hamburgnächster Termin laut VeranstalterOhne Gedränge, 10 € Eintritt, ein echtes Erlebnis

Preis als „Hin- und Rückfahrt ab … € aus dem Kreis Pinneberg“ angeben, gern mit Mitfahrgelegenheit für eine Begleitperson. Möglich ist auch eine Sammelfahrt: mehrere Fahrgäste zum selben Ziel, dadurch günstiger pro Person.

Woche 2

4. Infostand am 11. Oktober richtig nutzen

  • Crafter direkt am Stand zeigen und die Rampe vorführen. Das ist das stärkste Argument.
  • Flyer mit QR-Code zu WhatsApp und Preisbeispielen, Visitenkarten für Einrichtungen.
  • Termine direkt vor Ort eintragen (Kalender dabei haben) und den Gutschein KENNENLERNEN10 auf die Flyer drucken.
  • Kleine Verlosung, z. B. eine Ausflugsfahrt, im Tausch gegen Kontakt und Einwilligung für Neuigkeiten.
  • Vorher und nachher in lokalen Facebook-Gruppen, auf nebenan.de und im Google-Profil ankündigen.
Woche 2–3

5. Lokalpresse und Vereine

  • Die Geschichte „Rollstuhlfahrer aus Moorrege gründet Fahrdienst für Rollstuhlfahrer“ ist ein Thema für Uetersener Nachrichten, Pinneberger Tageblatt, Elmshorner Nachrichten und das Wedel-Schulauer Tageblatt. Aufhänger: der Infostand am 11.10. oder die Herzenswunsch-Fahrten.
  • Gemeindeblätter, Kirchengemeinden (viele stehen schon in den eigenen Ausflugstipps), Seniorenbeiräte, Feuerwehr- und DRK-Netzwerk um einen kurzen Hinweis bitten.
  • Rollstuhlsportvereine aus der eigenen Liste (z. B. Barmstedter MTV, Wedeler TSV) anschreiben: Fahrten zum Training sind wiederkehrend.

Website: kleine Änderungen, große Wirkung

Preise sichtbar machen

Eine kleine Tabelle mit Beispielen reicht: „Moorrege → Uetersen, hin und zurück ab … €“, „Kreis Pinneberg → Hamburg-Innenstadt ab … €“, „Stundenpreis Ausflug ab … €“. Dazu der Satz, dass das genaue Angebot kostenlos ist.

Schneller Rückruf statt langem Formular

Oben auf der Startseite einen Knopf „Rückruf anfordern“ mit nur Name und Telefonnummer. Das lange Formular bleibt für alle, die es genau haben möchten.

Antwort- und Zusagefrist entspannen

Wenn möglich „Antwort meist am selben Tag“ versprechen und das Angebot mindestens 3–7 Tage gültig lassen. Angehörige müssen Termine oft erst mit anderen abstimmen.

Eigene Seite für Einrichtungen

„Für Pflegedienste, Heime und Kliniken“: regelmäßige Fahrten, Sammelrechnung, feste Ansprechperson, Abrechnung mit Kostenträgern.

Kosten verständlich erklären

Eine Seite „Wer zahlt die Fahrt?“: Krankenkasse mit Transportschein, Pflegekasse, Sozialamt, Selbstzahler. Krankenkassen übernehmen Fahrten zu ambulanten Behandlungen nur in bestimmten Fällen, etwa bei Dialyse, Chemo- oder Strahlentherapie oder bei Merkzeichen aG, Bl, H bzw. hohem Pflegegrad. Das verständlich aufzuschreiben, hilft Angehörigen sehr.

Echte Fotos und Vertrauen

Sebo mit dem Crafter, die Rampe, der Innenraum. Dazu Hinweise zu Sicherheit (Rollstuhlsicherung, Versicherung, geschulte Fahrer) und später die Google-Bewertungen einbinden.

Ausflugstipps aufteilen

Die lange Seite in einzelne Seiten gliedern (z. B. „Ans Meer im Rollstuhl“, „Hamburg barrierefrei“, „Oktober-Termine“). Jede bekommt einen Knopf „Diesen Ausflug anfragen“. So wird die Arbeit auch bei Google besser gefunden.

Einheitliche Ansprache

Die Seite wechselt zwischen „du“ und „Sie“. Für Angehörige und Einrichtungen wirkt „Sie“ meist passender; wichtig ist vor allem, dass es einheitlich ist.

November und Dezember: Grundauslastung aufbauen

  • Weihnachtsgutscheine gezielt bewerben: „Mobilität schenken“ an Angehörige, ab Mitte November in Facebook-Gruppen, im Google-Profil, bei Pflegediensten und auf dem Infostand. Gutscheine gern als PDF zum Sofortversand anbieten, nicht nur per Post.
  • Weihnachtsmarkt-Fahrten als Paket, auch als Gruppenfahrt für Heime.
  • Stammkunden-Angebot: 10er-Karte oder fester Monatspreis für regelmäßige Fahrten zur Therapie, Tagespflege oder zum Training.
  • Kassenabrechnung klären: Prüfen, mit welchen Krankenkassen eine Abrechnung von Krankenfahrten im Rollstuhl möglich ist und welche Verträge dafür nötig sind. Das öffnet den größten und regelmäßigsten Markt.
  • Neue Anlässe: Bahnhof- und Flughafentransfer Hamburg, Fahrten zu Hochzeiten und Beerdigungen, Konzerte in Elbphilharmonie und Laeiszhalle, Heimspiele in der Barclays Arena.
  • Einfacher Newsletter oder WhatsApp-Kanal mit den monatlichen Ausflugstipps. Die Inhalte gibt es ja schon.

Woran man den Erfolg misst

KennzahlZiel bis Ende OktoberZiel bis Ende Dezember
Kontaktierte Einrichtungen2560
Google-Bewertungen820
Anfragen pro Woche38
Stammkunden mit regelmäßigen Fahrten1–25
Verkaufte Geschenkgutscheine–15

Die Zielwerte sind Vorschläge zur Orientierung und sollten mit Sebo an seine Kapazität angepasst werden. Im Formular gibt es bereits die Frage „Wie haben Sie von uns erfahren?“ – die Antworten jeden Monat auswerten.

Checkliste zum Abhaken

0 von 0 erledigt

Vorlagen zum Kopieren

Bitte um eine Google-Bewertung (WhatsApp)

Moin [Name], schön, dass ich dich/Sie fahren durfte! SEBO MOBIL ist noch jung, und jede Bewertung hilft anderen Rollstuhlfahrern, uns zu finden. Hätten Sie eine Minute für ein paar ehrliche Worte? [Link zum Google-Profil] Vielen Dank und bis zur nächsten Fahrt! Sebo

Telefon-Leitfaden für Pflegedienste und Heime

„Moin, hier ist Sebastian Crantz von SEBO MOBIL aus Moorrege. Ich bin selbst Rollstuhlfahrer und habe einen Fahrdienst gegründet, bei dem man im eigenen Rollstuhl sitzen bleibt. Darf ich kurz fragen: Wie organisieren Sie aktuell Fahrten für Ihre Klienten im Rollstuhl, etwa zum Arzt oder zu Familienfeiern? Gibt es da manchmal Engpässe? Ich würde Ihnen gern Flyer vorbeibringen und mich kurz vorstellen. Passt Ihnen [Tag] oder [Tag] besser?“ Notieren: Ansprechperson · Bedarf · nächster Schritt · Datum Nachfassen

E-Mail an Einrichtungen

Betreff: Rollstuhl-Fahrdienst im Kreis Pinneberg – ohne Umsetzen Guten Tag [Name], mein Name ist Sebastian Crantz, ich komme aus Moorrege und bin selbst Rollstuhlfahrer. Mit SEBO MOBIL fahre ich Menschen im eigenen Rollstuhl zu Ärzten, Therapien, Familienfeiern und Ausflügen – im ganzen Kreis Pinneberg und nach Hamburg. Für Einrichtungen biete ich eine feste Ansprechperson, schnelle Rückmeldung und auf Wunsch eine Sammelrechnung zum Monatsende. Die Abrechnung mit Kostenträgern kläre ich gern vorab. Darf ich Ihnen in den nächsten Tagen kurz Flyer vorbeibringen und mich vorstellen? Herzliche Grüße Sebastian Crantz SEBO MOBIL GmbH · Tel. 04122 5022382 · WhatsApp 04122 8438971 sebo-mobil.de

Themenvorschlag für die Lokalzeitung

Betreff: Themenvorschlag – Rollstuhlfahrer aus Moorrege gründet Fahrdienst für Rollstuhlfahrer Sebastian „Sebo“ Crantz ist in Moorrege aufgewachsen und war jahrelang bei der Feuerwehr aktiv. Seit ein geplatztes Blutgefäß im Rückenmark ihn in den Rollstuhl gebracht hat, kennt er die Hürden im Alltag. Mit SEBO MOBIL fährt er nun andere Rollstuhlfahrer, ohne dass sie umsteigen müssen – und erfüllt Menschen im Hospiz Herzenswünsche wie einen letzten Tag am Meer. Am 11. Oktober stellt er sich mit einem Infostand in den Welau Arcaden in Wedel vor (13–18 Uhr). Für ein Gespräch oder Fotos mit dem Fahrzeug steht er gern zur Verfügung. Kontakt: [Name, Telefon]

Was wir nicht prüfen konnten

Diese Punkte sollten im Gespräch mit Sebo geklärt werden, weil sie den Plan beeinflussen:

  • Gibt es bereits ein Google-Unternehmensprofil, und wie viele Fahrten gab es seit dem Start?
  • Wie sind die Preise aufgebaut (Grundpauschale, Kilometer, Wartezeit)? Davon hängen die Preisbeispiele ab.
  • Welche Kostenträger rechnet SEBO MOBIL schon ab, und gibt es Verträge mit Krankenkassen?
  • Wie viele Fahrer und Fahrzeuge gibt es, an welchen Tagen und Uhrzeiten wird gefahren?
  • Woher kamen die bisherigen Kundinnen und Kunden?
  • Wie viel Budget und Zeit sind für Marketing da (Flyer, Anzeigen, Besuche)?